Armoire Louis XIII aus profiliertem und geschnitztem Nussbaum – 17. Jahrhundert
le village des brocanteurs 58 — Dun-les-Places
125 Objekte gefunden
Entwickelt unter der Herrschaft Ludwigs XIII. (1610–1643) und bis in die 1660er Jahre fortgeführt, markiert der Louis-XIII-Stil den Beginn des repräsentativen französischen Möbelbaus. Beeinflusst von flämischen, spanischen und italienischen Vorbildern, zeichnet er sich durch massive, architektonisch gegliederte Formen, gedrechselte Baluster- und Spulenbeine sowie eine zurückhaltende, aber ausdrucksstarke Schnitzornamentik aus. Louis-XIII-Möbel aus geschnitzter Eiche — zweiteiliger Schrank, Tisch mit gedrechselten Beinen, Truhe mit geometrischen Füllungen — sind die Leitbilder dieses Stils.
Als Vorläufer des französischen Klassizismus steht der Louis-XIII-Stil in der Tradition der Haute Époque und kündigt zugleich die ornamentale Strenge des Grand Siècle an.
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le village des brocanteurs 58 — Dun-les-Places
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2R Antiquites — Caluire-et-Cuire
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L’ESTAMPILLE — Navilly
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Ein authentisches Louis-XIII-Möbelstück zu erkennen erfordert einige Grundkenntnisse. Massiveiche ist das bevorzugte Material, in südfranzösischen Regionen gelegentlich durch Nussbaum ersetzt. Beine und Zargen sind durchgehend gedrechselt — als Baluster, Kreisel oder Spulen — während die Füllungen geometrische Motive wie Rauten oder Diamantspitzen zeigen, typisch für die Tischlerkunst des frühen 17. Jahrhunderts. Achten Sie auf Holzdübel-Verbindungen, handwerkliche Werkzeugspuren auf der Rückseite der Füllungen und eine gewachsene, natürliche Patina: Merkmale, die Reproduktionen kaum überzeugend nachahmen können.
Besonders gefragt sind Louis-XIII-Sessel mit Tapisseriepolsterung — mit geradem Rücken, eingerollten Armlehnen und H-förmiger Verstrebung — sowie zweiteilige Schränke mit vorgelegten Säulen. Truhen, Bahuts und Tische mit Perlstabbeinen runden ein stimmiges Ensemble für ein Interieur mit Charakter ab.
Preislich reicht die Spanne von einigen Hundert Euro für eine einfache Truhe oder einen Schemel bis zu mehreren Tausend Euro für einen gut erhaltenen zweiteiligen Schrank oder ein Sesselpaar mit originaler Bespannung. Entscheidend für den Wert sind der Zustand der Drechselarbeit, die Unversehrtheit der geschnitzten Füllungen und das Fehlen umfangreicher Restaurierungen. Eine dokumentierte Provenienz — alter Inventareintrag, Sammlungsetikett — steigert den Schätzwert spürbar. Um diesen Stil in der Chronologie des französischen Möbelbaus einzuordnen, lohnt ein Blick auf den Empire-Stil oder den Directoire, die andere bedeutende Epochen des französischen Geschmacks repräsentieren.
Auf Antiquités en France wird jedes Stück Louis-XIII-Mobiliar von einem geprüften professionellen Antiquitätenhändler angeboten, der Ihnen detaillierte Fotos, genaue Maße und Provenienzangaben liefern kann. Kontaktieren Sie den Händler Ihrer Wahl direkt für eine fachkundige Auskunft vor dem Kauf.