Großes bemaltes Blechtablett, Durchmesser 60 cm
Ponvianne Antiquités — Marcy-l'Étoile
812 Objekte gefunden
Unter der Herrschaft Napoléons III. (1852–1870) entfaltete sich der Second-Empire-Stil in seiner ganzen Pracht: aufwendige Marketerie, ziselierte vergoldete Bronzen, Furniere aus Palisander und Ebenholz sowie Polsterungen aus Samt und bestickter Seide. Dieser eklektische Stil schöpft frei aus dem Repertoire von Louis XIV, Louis XV und der Renaissance und verbindet handwerkliche Tradition mit den aufkommenden Industrietechniken des 19. Jahrhunderts.
Napoléon III Möbel erkennt man an geschwungenen Beinen, aufgesetzten Bronzebeschlägen, Perlmutteinlagen und Messinggalerien. Die renommiertesten Pariser Ebenisten — Grohé, Beurdeley, Fourdinois — signierten die begehrtesten Stücke, die heute von Sammlern weltweit geschätzt werden.
812 Objekte gefunden
Ponvianne Antiquités — Marcy-l'Étoile
Romain Lichtensztein — Maignelay-Montigny
Philippe Cote Antiquites — Chauffailles
Romain Lichtensztein — Maignelay-Montigny
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Philippe Cote Antiquites — Chauffailles
Antiquités Christophe Rochet — Villeurbanne
Anne Besnard — Saint-Ouen
Antiquités Lecomte — Héric
Philippe Cote Antiquites — Chauffailles
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L'atelier De La Dorure — Calmont
jean-pierre PERNOD — Bourg-en-Bresse
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Romain Lichtensztein — Maignelay-Montigny
Antiquités Lecomte — Héric
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Philippe Cote Antiquites — Chauffailles
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Antiquités Lecomte — Héric
Philippe Cote Antiquites — Chauffailles
Um ein echtes Napoléon III Möbelstück zu erkennen, beginnen Sie mit der Konstruktion: handgeschnittene Schwalbenschwanzverbindungen an den Schubladen, Böden aus Sekundärholz (Eiche oder Pappel) und verschraubte — nicht geklebte — Bronzebeschläge sind sichere Zeichen handwerklicher Fertigung vor der Massenproduktion. Ein Ebenistenstempel unter der Schublade oder auf der Rückseite des Korpus erhöht den Wert und die Rückverfolgbarkeit erheblich. Die Häuser Grohé, Beurdeley und Fourdinois sind die gefragtesten Signaturen; nicht belegte Zuschreibungen sollten stets kritisch hinterfragt werden.
Bei den Materialien achten Sie auf Boulle-Marketerie aus Schildpatt und Messing, Furniere aus Rio-Palisander oder Makassar-Ebenholz sowie quecksilbervergoldete Bronzen — wärmer und tiefer im Ton als spätere galvanische Vergoldungen. Der Zustand des Furniers ist entscheidend: lokale Ablösungen sind restaurierbar, ein großflächig erneuertes Furnier mindert jedoch die Authentizität. Prüfen Sie auch die Beschläge: moderne Kreuzschlitzschrauben verraten späteren Ersatz.
Preislich reicht das Spektrum von einigen Hundert Euro für ein kleines Dekoobjekt oder eine Bronzeapplike bis zu mehreren Zehntausend Euro für ein signiertes Kabinett oder ein Paar Napoléon III Sessel mit Originalsamtbezug. Stücke mit dokumentierter Provenienz — alter Rechnung oder Inventar — erzielen einen deutlichen Aufpreis. Der Second-Empire-Stil steht in direkter historischer Kontinuität mit dem vorangehenden Empire-Stil, dessen Monumentalität er übernimmt und mit üppigerem Ornament bereichert.
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