Mitteltisch aus lackiertem Holz im Louis-XV-Stil
Ponvianne Antiquités — Marcy-l'Étoile
84 Objekte gefunden
Der antike Spieltisch vereint Funktion und dekorative Eleganz auf einzigartige Weise. Bereits im 17. Jahrhundert entwickelt und im Laufe des 18. Jahrhunderts verfeinert, begegnet er uns als Tric-Trac-Tisch, Damebrett-Tisch, Quadrille- oder Bostonspiel-Tisch — häufig mit einer wendebaren Platte aus grünem Tuch oder Leder. Bedeutende Ébénistes wie Boudin, Topino und Canabas schufen gestempelte Meisterstücke in Mahagoni, Nussbaum oder Rosenholz.
Von den geschwungenen Formen des Louis XV bis zu den strengen Linien der Restaurationszeit spiegelt jeder historische Tisch den Formenkanon seiner Epoche wider: geschweifte Beine und ziselierte Bronzen unter dem Ancien Régime, flammenförmiges Mahagoni unter dem Empire, geometrische Marketerie unter Charles X.
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Um einen antiken Spieltisch authentisch einzuordnen, beginnen Sie mit der Untersuchung der Konstruktion: Zapfen-Schlitz-Verbindungen, handgeschnittene Schwalbenschwanzschubladen und Schubladenböden aus Sekundärholz (Eiche oder Pappel) sind verlässliche Merkmale historischer Tischlerarbeit. Ein Ébéniste-Stempel unter der Platte oder im Schubladeninneren — ergänzt durch das Zunftzeichen der Pariser Korporationen (JME) — bietet die stärkste Echtheitssicherheit für Stücke vor der Französischen Revolution. Vorsicht ist bei Reproduktionen des 19. Jahrhunderts geboten, die handwerklich überzeugend wirken, aber diese Marken vermissen lassen.
Bei den Materialien dominieren Spieltische aus Mahagoni die Produktion des Directoire und Empire; Rosenholz und Palisander kennzeichnen hochwertige Louis-XV- und Louis-XVI-Stücke, während helle Hölzer — Ahorn, Zitronenholz, Ulmenmaserholz — häufig für Restaurations- und Charles-X-Möbel typisch sind. Prüfen Sie stets den Zustand der Wendeplatte: originales Tuch oder Leder, selbst wenn abgenutzt, ist einem neueren Ersatz vorzuziehen, der strukturelle Schäden verbergen kann.
Der Preis eines antiken Spieltisches variiert erheblich je nach Epoche, Holzart, Stempelung und Erhaltungszustand: Rechnen Sie mit 400 bis 1.500 € für ein unsigniertes Provinzstück, mit 2.000 bis 8.000 € für ein gestempeltes Exemplar eines anerkannten Pariser Ébénistes und mehr für ein dokumentiertes Meisterstück. Spieltische mit Marketerie — verziert mit Trophäen oder Rankenwerk — erzielen bei Auktionen regelmäßig hohe Preise.
Auf Antiquités en France wird jedes Stück von einem geprüften professionellen Antiquar angeboten, der Ihnen detaillierte Fotos, genaue Maße und Provenienzangaben mitteilen kann. Kontaktieren Sie den Händler direkt, um vor dem Kauf ein Echtheitszertifikat oder einen Restaurierungsbericht zu erhalten.