Antiquitäten im Régence-Stil

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Zwischen 1715 und 1723 — während der Regentschaft Philipps von Orléans — entwickelte sich der Régence-Stil als elegante Brücke zwischen der strengen Pracht Ludwigs XIV. und der verspielten Leichtigkeit des Rokoko. Starre Symmetrien wichen geschwungenen Linien, Muschelornamentik und fein ziselierten vergoldeten Bronzen, die vor allem mit dem Ebenisten Charles Cressent verbunden werden. Régence-Kommoden erkennt man an geschwungenen Beinen, profilierten Zargen und Furnieren aus Nussbaum, Eiche oder Mahagoni mit präzisen Parkettfugungen.

Dieser Übergangsstil bietet eine bemerkenswerte Vielfalt: gewölbte Kommoden, flachlehnige Sessel, geschnitzte Konsolen und Wandvertäfelungen — weniger kodifiziert als spätere Perioden wie das Empire, aber von unverwechselbarer Eleganz.

Möbel und Objekte im Régence-Stil von geprüften Antiquitätenhändlern

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Régence-Möbel erkennen, bewerten und sicher kaufen

Um ein authentisches Régence-Möbel zu erkennen, beginnen Sie mit den Bronzebeschlägen: Griffe, Schlüsselschilder und Sabots sollten eine warme, matte Quecksilbervergoldung aufweisen — deutlich verschieden von den mechanischen Vergoldungen des 19. Jahrhunderts. Hochwertige Régence-Kommoden zeigen Furniere in Nussbaum oder kubanischem Mahagoni, sorgfältig als Parkettblätter verlegt, mit gleichmäßiger Patina auf allen Flächen.

Die Stempelmarke eines Meisterebénisten — Cressent, Doirat, Gaudreau — oder ein Händlerstempel steigert den Wert erheblich. Fehlt ein Stempel, ist eine dokumentierte Provenienz (Nachlassinventar, alte Sammlung) ein gewichtiges Argument. Achten Sie auf ausgetauschte Beine oder nachträglich angebrachte Bronzen: Prüfen Sie die Konsistenz der Befestigungsspuren und ob Patina von Holz und Metall übereinstimmen.

Was das Budget betrifft: Für einen Régence-Sessel mit Rohrgeflecht in gutem Zustand rechnen Sie mit 800 bis 3.000 €, für eine gestempelte gewölbte Kommode mit originalen Bronzen mit 5.000 bis 30.000 € oder mehr. Seltene Wandvertäfelungen und Boiseries aus der Epoche können je nach Herkunft deutlich höhere Preise erzielen. Der Régence-Stil steht in direkter Verwandtschaft mit der Haute Époque, von der er sich emanzipiert, und bildet eine Vorstufe zum späteren Rokoko.

Auf Antiquités en France wird jedes Régence-Stück von einem verifizierten professionellen Antiquitätenhändler angeboten, der Ihnen detaillierte Fotos, genaue Maße und die Geschichte des Objekts mitteilen kann. Zögern Sie nicht, den Händler direkt nach einem Echtheitszertifikat oder einem Restaurierungsbericht zu fragen, bevor Sie Ihren Kauf abschließen.

Häufig gestellte Fragen zu Antiquitäten im Régence-Stil

Wie unterscheidet sich der Régence-Stil von Louis XIV. und Louis XV.?
Der Régence (1715–1723) ist ein Übergangsstil: Er bewahrt die Solidität des Louis XIV., führt aber erste Schwünge und Muschelornamente ein. Louis XV. treibt diese Kurven bis zum üppigen Rokoko. Régence wirkt also ruhiger als Louis XV., aber bewegter als Louis XIV.
Welche Ebenisten sind typisch für den Régence-Stil?
Charles Cressent ist der bekannteste Name des Régence, besonders für seine außergewöhnlichen vergoldeten Bronzen. Thomas Doirat und Charles Gaudreau gelten ebenfalls als Referenzebenisten dieser Epoche. Ein identifizierter Stempel vervielfacht den Wert eines Möbelstücks erheblich.
Welches Budget sollte ich für ein originales Régence-Möbel einplanen?
Ein kleiner Sessel oder Spiegel im Régence-Stil ist ab 500–800 € erhältlich. Eine gewölbte Kommode mit originalen Bronzebeschlägen kostet in der Regel zwischen 5.000 und 20.000 €. Gestempelte Stücke oder solche mit dokumentierter Provenienz übersteigen diese Spannen bei Auktionen häufig.
Wie pflege ich ein Régence-Möbel aus Holz und vergoldeter Bronze?
Verwenden Sie keine Scheuermittel auf quecksilbervergoldeten Bronzen — ein weicher Pinsel zum Abstauben genügt. Das Holz einmal bis zweimal jährlich mit Bienenwachs behandeln nährt die Patina, ohne sie zu verändern. Eine stabile Luftfeuchtigkeit von 50–60 % schützt vor Holzbewegungen.
Kann ich Régence-Möbel problemlos ins Ausland versenden lassen?
Ja, professionelle Antiquitätenhändler arbeiten mit auf Kunsttransporte spezialisierten Speditionen zusammen. Für Objekte über 50 Jahre kann beim Export außerhalb der EU eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich sein. Bestehen Sie stets auf maßgeschneiderter Verpackung und einer dem deklarierten Wert angepassten Transportversicherung.